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Kunst kann Brücken schlagen, wenn sie zur Gemeinschaftssache wird

Willkommen auf der Kunstpreis-Seite des Landesverbandes Soziokultur Sachsen!
In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst schreiben wir im Rhythmus von zwei Jahren einen "Sächsischen Kunstpreis für Toleranz und Demokratie" aus. Damit möchten wir einen Beitrag leisten zur Auseinandersetzung mit Kunst, die auf besondere Weise in die Gesellschaft wirkt und Menschen einbindet oder aufrüttelt. Auf dieser Seite finden Sie die aktuelle Ausschreibung und Informationen zur Preisvergabe, zum Auswahlgremium sowie zum Rahmen der Preisvergabe. Der Landesverband berät Sie gern, wenn Sie Fragen zum Kunstpreis oder zu den Modalitäten der Nominierung haben.

Förderer
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Träger

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst schreibt in Zusammen­arbeit mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e. V. zum zweiten Mal einen „Sächsischen Kunst­preis für Toleranz und Demokratie“ aus. Der Preis wendet sich an Akteure, die sich mit Hilfe unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen den brennenden Fragen unserer Gesellschaft widmen und dabei in besonderer Weise ein tolerantes und demokratisches Wirken verdeutlichen oder befördern.

Im Zentrum der Prämierung steht eine künstlerische Arbeit. Gefragt wird jedoch vor allem nach dem Kontext der Entstehung, der gesellschaftlichen Botschaft und Formen der Vermittlung. Dabei kommt der Einbindung von Menschen, insbesondere junger Menschen, die nicht selbst Künstler sind, eine herausragende Bedeutung zu: Kunst kann Brücken schlagen, wenn sie zur Gemeinschaftssache wird, zu Kreativität und Engagement anstiftet.

Der Preis soll vor allem die Auseinandersetzung mit Themen wie Gewalt, Fremdenhass, Toleranz, Vielfalt der Kulturen und zivilgesellschaftliches Miteinander anregen. Er unterstützt die kommunikative Kraft der Kunst und ihr Potential, Menschen einzubinden, aufzurütteln und als Projekt etwas in der Gesellschaft zu bewegen.

Der Sächsische Kunstpreis für Toleranz und Demokratie 2011 ist mit 3.000 € dotiert und wird im Rahmen der 2. Internationalen Demokratiekonferenz  – Jugend und Politik im Dialog  am 13. und 14. Oktober 2011 in Leipzig von der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst vergeben. Die Auswahl des Preisträgers trifft eine unabhängige Jury.

Für den Preis können Künstler/innen, aber auch gemeinnützige und öffentliche Orga­nisationen nominiert werden, deren Wirken herausragend und beispielhaft ist und deren Schaffenszentrum im Freistaat Sachsen liegt. Diese Akteure können in allen künstlerischen Sparten beheimatet bzw. Träger entsprechender Projekte sein, aber auch spartenübergreifend oder in soziokulturellen Kontexten wirken.

Künstler oder Institutionen können sich nicht mit ihren eigenen Projekten bewerben. Sie müssen von anderen Privatpersonen oder öffentlichen Institutionen nominiert werden. Die Nominierung erfolgt formlos und sollte den Umfang von zwei Seiten nicht überschreiten. Sie muss eine Übersicht über das Wirken der nominierten Person oder Einrichtung enthalten sowie eine Begründung der Auswahl der konkreten auszuzeichnenden Leistung. Der Nominierung sollten weitere inhaltliche Angaben oder Belege beigefügt sein, denen eine Anlagenübersicht voranzustellen ist.

Die Nominierungen (mit Bewerbungsunterlagen) sind beim Landesverband Soziokultur Sachsen e. V., Stauffenbergallee 5 b, 01099 Dresden (www.soziokultur-sachsen.de) einzureichen.
Einsendeschluss ist der 31.August 2011.

Preisvergabe
Die Verleihung des Preises wird im Rahmen der Konferenz "Demokratie im 21. Jahrhundert – Zum Verhältnis von Jugend und Politik" am 13. und 14.Oktober 2011 in Leipzig stattfinden.

In Absprache mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat der Landesverband Soziokultur Sachsen e. V. eine Jury berufen, die aus den Nominierungen eine/n Preisträger/in auswählt.

Folgende Personen gehören ihr an:

· Susanne Altmann, Kunstwissenschaftlerin (Dresden)

· Torsten Tannenberg, Geschäftsführer Sächsischer Musikrat e. V./Sprecher IG Landeskulturverbände

· Christine D. Hölzig, freischaffende Kuratorin, Autorin (Leipzig)

· Dr. Fritz Arendt (stellvertretend: Thomas Früh), Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

· Anne Pallas, Geschäftsführerin Landesverband Soziokultur Sachsen e. V.

2011 ging der 2. Sächsische Kunstpreis für Toleranz und Demokratie an das Projekt „Worte zum Anlehnen“. Der mit 3.000 € dotierte Preis wurde dem Künstler Rupprecht Matthies und der Leiterin des KunstRaum am Förderzentrum Sprache Dresden, Friederike Altmann, verliehen. Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, begründete die Entscheidung der Jury mit den Worten:
„Die gesellschaftliche Botschaft künstlerischen Schaffens ist für das Zusammenleben in unserer offenen Gesellschaft essentiell. Grundwerte wie Toleranz und Demokratie stehen dabei im Mittelpunkt des heute vergebenen Preises. Mit dem Kunstprojekt des KunstRaum Dresden am Förderzentrum Sprache haben es die Akteure um Initiatorin Frederike Altmann und Künstler Rupprecht Mattheis geschafft, junge Menschen in das Projekt einzubinden. Zur Umsetzung hat der Künstler die Kinder und Lehrer des Förderzentrums Sprache Dresden direkt am Schaffensprozess beteiligt und so eine einzigartige Kombination aus Sprache und Kunst am Bau geschaffen“
Informationen zum KunstRaum und dem Förderzentrum Sprache sowie zum Künstler Rupprecht Matthies finden Sie unter:

http://www.sn.schule.de/~fz-sprache-dd/unsere-schule/  bzw.
http://www.identity-of-art.de/kuenstler/rupprecht-matthies/.